Hamburg Wasser World Triathlon 16./17.07.2016

Samstag, der 16.07.2016

 

Zum ersten Mal war ich vor 7 Jahren beim Triathlon in Hamburg gestartet. Dieses Jahr wollte ich es wieder wissen, allerdings besser vorbereitet (vielen Dank an Ben für die Quälerei), mit mehr Erfahrung und ein paar Materialverbesserungen (Rennrad statt Trecking-Bike) im Gepäck. Die Anreise gestaltete sich schwierig. Auf der Fahrt zur U-Bahn war plötzlich der Vorderreifen platt. Also war Laufen angesagt und schnell den Schlauch in der Bahn wechseln. Im Startbereich stellte sich dann heraus, daß Sinah und ich die blauen Badekappen für den früheren Startblock erhalten hatten. Da der Transponder schon erfasst war, mussten wir ungewollt 8 Minuten früher starten. Die Alster war mit 20°C ziemlich frisch, trotzdem klappte das Schwimmen einigermaßen. Schnell durch die lange Wechselzone und mit dem Rad stand meine Lieblingsdisziplin an. Heute hatte ich gute Beine und musste auf der Strecke niemanden passieren lassen -- vermutlich waren die Zeitfahrmaschinen alle vor mir auf der Strecke. Die Radstrecke war meistens breit, sauber und trotz der frühen Uhrzeit von einigen Zuschauern gesäumt. Mit persönlicher Radbestzeit bog ich nach 22 km und knapp 36 Minuten wieder in die Wechselzone ein, angefeuert von meiner Familie, Susanne und Günther, Monika und Sören -- an dieser Stelle vielen Dank für die Unterstützung. Auf der Laufstrecke konnte man endlich die Hamburger Innenstadt und die Unterstützung am Rand der Strecke genießen. Mit 1:16 h war ich 22 Minuten schneller als bei meinem ersten Start und (den Frühstart vorteilhaft ausgenutzt) vor Nina im Ziel, die noch rechtzeitig die Badekappe getauscht hatte und zum ersten Mal die Damen-Konkurrenz gewann. Insgesamt hat es viel Spaß gemacht und es dauert hoffentlich nicht wieder 7 Jahre bis zu meinem nächsten Start in Hamburg.

 

Sonntag, der 17.07.2016

 

Der 17.7.16 sollte der Höhepunkt meiner Saison werden. Durch bereits in 2016 absolvierte drei  Wettkämpfe ( zwei Sprintdistanzen und eine olympische Distanz) war ich gut vorbereitet. Meine erste OD in Schwerin, drei Wochen zuvor, lief so gut (2:45h), dass ich voll motiviert und voller Vorfreude dem Sonntag entgegen fieberte. Was mich jedoch besorgte, war meine ständige Müdigkeit die Tage zuvor und das Gefühl, nicht richtig fit zu sein. Mit viel Schlaf und Vitaminen sollte die Schwerin-Form wieder her. Das frühe Aufstehen (5:45 h) am Sonntag und der Start um 8:12 h widerstrebte meiner Natur, aber die gut gelaunten Jungs in der Wechselzone, Günter und Andi, weckten mich auf und ließen den Adrenalinpegel steigen, die bekannte Vorprüfungsnervosität war wieder da! Nach einem Vorstartfoto und kurzem Aufwärmen ging es für Günter, Andi und mich in die 19,2 Grad kalte Alster. Sören war 8 min später dran. Die 1500 m Schwimmen flössten mir immer noch Respekt ein, zumal der Wendepunkt hinter der Kennedybrücke nicht sichtbar war. Die bei Triathlonstart typische Waschmaschine blieb aus, da sich das Feld in der breiten Alster ganz gut verteilte, ich konnte meinen Rhythmus schnell finden. Den Wendepunkt gut erreicht, sogar die ersten Sonnenstrahlen genießend, ging es zurück zum Rathausmarkt, wobei die Orientierung nicht so einfach war und gefühlt nach rechts abgetrieben zu werden, es nicht leichter machte. Endlich die Reesendammbrücke erreicht, auf dem Weg in die Wechselzone angefeuert von Mama Gaebert, stellte ich erfreut fest, dass ich die erste an meinem Rad war, kurz nach mir kam auch Andi. Die Radstrecke kam mir ziemlich hügelig vor, ich hoffte nur, keinen Platten zu bekommen wie zig andere am Wegesrand. Auf der zweiten Runde wurde ich von Günter überholt, der mich immer noch freudig anfeuerte. Dann runter vom Rad, meinen Stellplatz suchend, merkte ich, dass die Kräfte nachlassen, Mist, doch zu wenig getrunken oder gegessen?! Die Beine wollten nicht so richtig, es überkam mich Müdigkeit wie die Tage zuvor, am liebsten hätte ich mir auf den Alsterwiesen gemütlich gemacht. Als ich zu frieren begann, wollte ich nur schnell ins Ziel. Nach 2:58 h endlich geschafft, völlig erschöpft, aber doch glücklich! Günter wartete bereits seit 10 min im Ziel, Sören Gayer, die Rakete, ist noch vor uns allen nach 2:14 h ins Ziel geflogen, nur Andi war weit und breit nicht zu sehen. Nach 3:05 kam er dann auch angehumpelt: ein Streckenposten hatte ihm in der 1. Wechselzone den Weg versperrt, er stolperte und knickte um-richtig ärgerlich! Danke an Jan, Felicia, meine Familie und alle aus dem Top-Tri-Team, die mich angefeuert haben!