31. KN Förde Triathlon Kiel – 11.08.2019

Am 2. Augustwochenende ging es wieder in Kiel an den Start. Für mich hieß es auf der Sprintdistanz zu beweisen, dass sich bei dem ganzen Langdistanztraining auch etwas an der Geschwindigkeit getan hatte. Der Tag startete jedoch schon unter schlechten Vorzeichen. Durch diverse Zugverspätungen saß ich 30min vor dem Start immer noch im Zug und musste noch irgendwie die 4km zu Start kommen, Startunterlagen abholen, Einchecken, Umziehen und schließlich auch an den Start kommen.

Und stressig wurde es wirklich. In Windeseile musste alles erledigt werden worüber man sonst noch ein zweites oder drittes Mal nachdenken kann, ob auch wirklich alles passt. Einziger Vorteil war wohl, dass ich noch nie so gut aufgewärmt am Start stand wie in Kiel. Auch wenn so ein Neopren nur sehr schwer über Schweißnasse Haut geht.

Die zweite Erleichterung war dann, dass im Gegensatz zum letzten Jahr kaum oder keine Quallen in der Kieler Förde zu sehen waren. Fürs Schwimmen ordnete ich mich im großen Feld eher weiter vorne ein und konnte so hoffentlich einen großen Teil des Startgetümmels hinter mich bringen. Eine für mich tolle Schwimmzeit von 08:45 spricht zumindest dafür.

Die Wechselzone in Kiel ist dann eine ganz besondere. Zunächst geht es durch das Restaurant des Seebades Düsternbrook an Unmengen von Zuschauern vorbei. Schließlich beim Fahrrad angekommen wartet eine schier Unendlich lange Wechselzone. Gefühlt so lang wie in Hamburg und dabei mit Vollgas barfuß übern Asphalt.

Die Radstrecke startet mit einem sehr technischen Teil. Enge Kurven, der Anstieg und die Abfahrt über die Hochbrücke Holtenau und Wohngebiete mit Verkehrsbremsen erfordern von den Athleten stets höchste Konzentration bis es schließlich auf der Willy-Busch-Straße nur noch gerade aus geht. Nach 10,5km kommt schließlich der Wendepunkt und alles muss umgekehrt noch einmal gemeistert werden. Ungewohnt weit vorne konnte ich sogar meine Platzierung am Wendepunkt abzählen.

So ging es schließlich nach 37min auf  Platz 10 meiner Startgruppe wieder durch die Wechselzone zur Laufstrecke. Wieder konnte ich in der Wechselzone Boden gut machen und mit einer Laufzeit von knapp unter 20min die Platzierung festigen. Am Ende reichte es mit einer glatten 1h10min in der Gesamtabrechnung für Platz 14 und Platz 3 in der Altersklasse. Und somit zum zweiten Mal überhaupt auf das Altersklassentreppchen.